Diesen Brief schrieb Friedel Klee im März 1999 an
seine Freunde in der Heimat:

Am frühen Morgen des 22. Februar 1999 ist meine liebe Ursel still
gestorben.
So hart und plötzlich mich das auch trifft - ich bin zutiefst dankbar für
die lange, wundervolle, glückliche und niemals langweilige Zeit, die wir
zusammen sein durften.
Meine Ursel war eine tüchtige, erfahrene, und trotzdem verwegene
Bordfrau, dabei zärtlich, lieb und immer ein bißchen scheu und mädchenhaft,
voller Vertrauen in die Menschen.
Es war eine Freude, ein Privileg, unsere kleine, weite Welt gemeinsam
voller Neugier mit Ihr zu erleben.
Ursel, ich bin stolz auf Dich!
Wir haben beide nie viel von Äußerlichkeiten gehalten. Wer etwas
besonderes tun möchte, sollte deshalb an Stelle von Blumen und formellen
Beileidsbekundungen besser für einen guten Zweck spenden, der Lebenden in
ihrer Not hilft, etwa Ev. Perthes-Werk, Sozialberatung, Postgasse2,59494
Soest, Sparkasse Soest, BLZ 414 500 75, Kto.Nr. 42532, eine Organisation,
die uns am ersten schlimmen Tiefpunkt dieser Zeit mit gutem Rat schnell und
wirkungsvoll geholfen hat.
Ursels Asche werde ich dem Großen Pazifik übergeben, wo wir so glücklich
waren und wer sich ab und zu an sie erinnert, wird das gewiss mit einem
freundlichen, wehmütigen Lächeln tun.
Tschüß, Ursel, bis drüben!
Fr. Klee