
Brief von Friedel Klee an Heide und Erich Wilts vom
3.2.2001
Hallo Freunde,
wie versprochen schicke ich Euch eines unserer letzten
Bücher und lege auch noch ein paar frühere Berichte bei, wie wir sie immer
mal wieder anstelle allzu langer Briefe an ein paar Freunde geschickt haben.
Von Euren Vortrag war ich in mehrfacher Hinsicht tief
beeindruckt. Ihr träumt, wagt und vollbringt ja nicht nur ganz und gar
Außergewöhnliches, sondern tut das mit der Bescheidenheit des Könnens und
deshalb Dürfens oder gar Müssens und laßt obendrein auch noch andere daran
teilnehmen.
Wir waren dagegen nie mehr als ein paar überaus
neugierige Leutchen, die gewissermaßen (aber immer wieder auch tatsächlich)
Hand in Hand ins weite Blaue hinausliefen um "zu schau´n, woher der
Sturmwind braust, zu schau´n wer hinter den Bergen haust und wie die Welt so
weit", immer mit einem Lachen, nie als Leistung, immer ein bißchen ungefähr
und unordentlich.
Das ist nun vorbei, wenn auch nicht ganz, vernünftig zu
werden und mein letztes bißchen Zeit - womöglich an Land - mit Versuchen zu
verschwenden, es mit Hilfe chemisch-technischer Medizin über ein Maß hinaus
zu verlängern, das wenigstens noch etwas Spaß macht.
Solch düstere Gedanken waren/sind nie unser/mein Fall.
Sie kommen mir nur hier, an Land, wohin ich nicht mehr gehöre . . .
Gruß
Fr.