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Lieber Herr Molitor,
leider konnte ich nicht alles auf Ihrer Homepage
lesen, weil ich derzeit nur Internet-Akzess übers
Internetcafe habe.
Aber: Beim Hineinsegen in Ihre Homepage, speziell auf
die Seiten von den Klees, sind mir die Tränen
gekommen. Weil das Ende dieser beiden tüchtigen
Seeleute doch sehr tragisch verlaufen ist. Und weil
ich natürlich auch an uns und viele andere denken muß,
die ähnlich blauäugig das bürgerliche Leben ohne große
Rückversicherung verlassen haben (in meinem
persönlichen Fall aber das noch rechtzeitig rückgängig
gemacht habe). Aber möglicherweise steht dann am Ende
des Lebens ein großes Pluszeichen da - menschlich
gesehen.
Mich hat die Geschichte auch deshalb berührt, weil um
mich herum einige Segler sind, bei denen sich ein
ähnliches Ende abzeichnet und man doch machtlos ist,
das zu verhindern.
Sie machen sich ganz sicher verdient, wenn sie mit
Ihren Seiten versuchen, die Erinnerung an die beiden
wach zu halten. Ich wünschte mir, dass es viel mehr
Leute wie Sie geben würde.
Ich bin den Klees zweimal begegnet, jedes Mal auf
Ausstellungen. Einmal, als sie ihr Buch "Und immer
wieder liegt mal Land im Wege" (oder so ähnlich)
vorstellten. Aber leider ist es, wie häufig bei diesen
Gelegenheiten zu keinem tieferen Gedankenaustausch
gekommen.
Was ich persönlich am meisten bewundert habe, war die
Tatsache, dass die Klees bescheiden genug waren, auch
nach der Weltumsegelung weiter auf ihrem doch sehr
kleinen Schiff (aus heutiger Sicht) zu leben. Soviel
ich mich erinnern kann war das eine Dehler Optima und
Friedel Klee war auch mit dieser Firma irgendwie
liiert (als Angestellter? Richtig?). So war es
folgerichtig, dass er diesem Schiff die Treue hielt.
Schließlich: Nachdem sich heute die Zahl der
Weltumsegler vervielfacht hat, wird es in Zukunft
zahlreiche Fälle geben, wo das Leben wirtschaftlich so
ausklingt wie bei den Klees. Fraglich, ob alle das mit
soviel Anstand hinkriegen.
Viele Grüße aus Malaysien
Bobby Schenk
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 Bobby Schenk
http://www.yacht.de/schenk/index.shtml
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